Freitag, 7. April 2017

Auftrag mit Happy-Effekt

Ich darf wieder etwas Neues kreieren.

Eine junge Frau fragte mich, ob ich ihr eine Tasche nähen könne. Ihre Stofftasche falle so nach und nach auseinander und sie brauche eine neue. Dieser Frau habe ich allerhand zu verdanken, ihre Art zu denken und zu fühlen ist mit meiner kompatibel, so machte ich mich freudig ans Träumen - les rêves grandissent!

Was dabei bis jetzt herauskam, will ich heute dokumentieren. Der Traum beginnt, wandelt sich, ist noch nicht vollendet. Aber erste Formen und Farbwelten entwickeln sich. 

Lieber Blogbesucher, liebe Blogbesucherin ...

hier wird nicht gezeigt, wie man eine Tasche näht, sondern vielmehr, wie man innerlich Kontakt mit dem Wesen der Welt, dem Wesen eines Menschen aufnimmt, sich im Traum damit vereint und den Traum sprechen lässt. Es geht um Kreativität, nicht um Nähanleitungen. Wie man Taschen näht, dazu haben schon unzählige andere Menschen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Internet veröffentlicht. Dafür kann ich gar nicht oft genug DANKE sagen, denn ihnen verdanke ich schließlich, dass ich meine Träume umsetzen kann. Sie können das viel besser als ich, das Erklären in kleinen Filmchen, die man einfach aufruft und denen man Schritt für Schritt folgen kann. Außerdem gibt es auch noch gute Bücher und Zeitschriften, die einem beim Erlernen von Nähtechniken helfen. Mein wichtigstes Buch ist ALLES SELBST GENÄHT von Reader's Digest. Ein Buch, das ich erst aus der Hand geben werde, wenn ich definitiv nichts mehr nähen werde. Ansonsten gibt es Spezialzeitschriften und -bücher zum Nähen von Taschen, besonders hilfreich finde ich Die Nähbibel (in mehreren Folgen, die noch fortgesetzt werden). Deren Website simply-kreativ.de veröffentlicht viele hilfreiche Ratschläge, auch als Videosequenzen. Außerdem gibt es zu jedem Heft eine DVD, die genau zeigt, wie's geht. So viel zum Technischen.

Doch nun zurück zu meinem Traum:

Wenn ich mich beim Verlassen des Hauses umdrehe, in dem ich mit der Auftraggeberin Kontakt hatte, sehe ich dieses energiereiche Symbol am Fenster kleben. Schwupps - war das Symbol in meinem neuen Taschentraum gelandet! 

So zeichnete ich zuerst einen groben Plan. Die Tasche soll geräumig sein, mehrere Innentaschen bekommen und mit einer Klappe (wie bei einer Satteltasche) verschlossen werden.

Die Klappe soll aus einem bedruckten Stoff bestehen, wobei sich die Farben im Taschenkörper wiederfinden sollen, ergänzt durch weitere, energiereiche Farben. 

Wie ist nun der erste Probedruck auf Papier entstanden?


Zunächst habe ich mir das Logo der Auftraggeberin, das ich im Internet gefunden habe, ausgedruckt. Ganz altmodisch habe ich es auf Transparentpapier durchgepaust und dabei einen weichen Bleistift benutzt. Dann habe ich das Stück Transparentpapier auf Moosgummi gelegt und durch Nachfahren auf der anderen Seite die Graphitlinie auf das Moosgummi übertragen. Ausschneiden - fertig.  

Damit später beim Drucken wirklich nur der Moosgummiabdruck auf dem Stoff landet und nicht Farbreste, die vielleicht auf dem Holz gelandet sind, klebe ich das ausgeschnittene Motiv auf eine weitere Lage Moosgummi, schneide wieder mit einer Scherenschnittschere aus, wiederhole das Ganze noch ein drittes Mal. Nun ist die Mossgummischicht dick genug. Beide Spiralen werden auf einen passend zurechtgesägten Holzblock geklebt und fertig ist der Druckstempel. Natürlich muss das Motiv seitenverkehrt aufgeklebt werden, damit es nach dem Drucken richtig erscheint.


Hier kann man sehr gut die drei Schichten erkennen:



Nun erprobe ich das Druckergebnis mit Aquarellfarben auf kräftigem Papier. Das kam dabei heraus:


Ich bin zufrieden!


Den Stempel habe ich mit einem Pinsel, mit dem ich die unterschiedlichen Farben aus dem Kasten genommen habe, bestrichen, dann die Farben etwas ineinandergezogen, damit sie schön verlaufen und dann erst abgedruckt.

Der Traum hat sich aber noch weiter entwickelt. So habe ich vor, die Taschenklappe mit einer Paspel einzurahmen, die aus dem grünen Schrägband hergestellt werden wird.




Das Gesamtfarbkonzept ist auch bereits Bestandteil des sich entwickelnden Traums. So werden im Taschenkörper und im Futter folgende Farben eine Rolle spielen, evtl. auch noch ein fröhliches Orange. Es wird eine sehr energiereiche Tasche werden, das steht schon fest! 

Das Wollknäuel habe ich nur dazugelegt - es wird beim Gestalten vielleicht auch noch eine Rolle spielen, etwa bei einem Reißverschlussanhänger oder etwas Ähnlichem. 




 Drucken werde ich das Logo auf einem naturweißen BW-Stoff. 


Mein Herz hüpft vor Freude bei all dem. Kreativität belebt und erst recht, wenn man sich dabei innerlich mit einem Menschen verbinden kann ...

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