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Mittwoch, 22. April 2020

Der Gipfel der Kreativität

Nun wird's ganz eigen - ich habe den Stoff zusammengepatcht und anschließend bemalt. Das dauerte zwar erheblich länger, hat aber um so mehr Spaß gemacht.

Diese Stifte habe ich verwendet:



Die Farben Türkis und Weiß glitzern nach dem Abtrocknen. Bei so kleinen Motiven ein hübscher Effekt!

Die Farbe ist aufgetragen und muss 6 Stunden trocknen.


Die Farbe ist trocken und der Stoff kommt für 8 Minuten bei 150°C in den vorgeheizten Backofen.


Jetzt wird der Stoff noch durch ein Baumwolltuch heiß übergebügelt. Fertig!


Und nun habe ich mich für Euch wieder vollvermummt. Verboten? Nö, hier nicht - ist ja nur virtuell.


An der Garderobe haben wir nun einen besonderen Platz für unsere dekorativen Schnabelmasken eingerichtet. Es soll noch mehr geben. 



Heute habe ich im TV wiederholt gesehen, dass es tatsächlich ausreichen soll, die Masken nach dem Tragen für kurze Zeit bei 100°C in den Backofen zu legen. Eine schnelle und für den Stoff sicher schonendere Methode.

Sonntag, 16. Februar 2020

Noch ein Januarprojekt - Kramtäschchen - selbst designt

Hier stelle ich mein zweites Januarprojekt im Werdeprozess vor. Ein kleines Kramtäschchen. 

Ich hatte noch etwas schwarzen Dekostoff mit hellem Überkaro. Aus diesem Stoff hatte ich schon mal ein Brillenetui genäht, nachdem ich dessen Stoff mit Stoffmalstiften dekoriert hatte. Derzeit war es Rot auf Schwarz.

Dieses Mal probierte ich vorher auf einem Probestück meine Textilfarbstifte aus. Vielleicht Würfelpunkte? Welche Farben heben sich gut ab? Es sollte nichts Kompliziertes werden, aber etwas, was zu meinen Taschenfarben passt. Nordlicht ist eigentlich mal wieder dran ... dachte ich.





Einen Stifttyp habe ich ausprobiert, der etwas aufflauscht, der zugleich aber auch etwas glitzert. Diese Auswahl verwarf ich ... nein, glitzern sollte es nicht. Aus einem früheren Versuch waren noch Spiralen auf dem Läppchen.



Auch verschiedene Symbole erprobte ich ...



Auf dem folgenden Bild ist noch der Probelappen vom Brillenetui hinzugefügt:



Ich entschied mich für einfache Kreuze und locker angeordnete Punkte und die Farben Phosphorgrün, Lila und Rosa. Los geht's:



Die erste Außenfläche ist fertig bemalt:


Nach dem Fixieren der Farbe mit heißem Bügeleisen habe ich alle erforderlichen Stoffstücke zugeschnitten, als da sind: Taschenaußenstoff, Taschenfutterstoff, zwei Innentäschchen, zwei Streifen für die Griffschlaufen. Einen Reißverschluss hatte ich auch noch im Vorrat. Den habe ich mal aus einem ausrangierten Rucksack herausgeschnitten, der Zipperanhänger passt sogar farblich zu der Stoffmalerei.




Die Innentäschchen sind fertig genäht und werden auf beide Futterteile aufgenäht.



Nun werden jeweils ein Außenstoff und ein Futterstoff an den Reißverschluss genäht.



Der Reißverschluss wurde vorher an den Enden sauber eingefasst. Das sieht später besser aus, als wenn der Reißverschluss selbst sich in die Taschenwinkel quetscht.



Das fertige Täschchen neben dem Brillenetui von früher:



Das Innenleben:




Unterseite:



Rucksackzipperanhänger:



Mein Wandmotto, das mich beim Nähen begleitet, sieht nun so aus:


Die vorherige Lösung war mir doch zu unruhig.

Dienstag, 16. Juli 2019

Ein Themenbeutel - viele Vögel sind jetzt da!

Ich wollte eigentlich nur mal probieren, ob ich aus einem Stapel Weißwäsche eine neue Bettwäsche nähen könne. Da lagen noch Überschlaglaken herum, die voller Stockflecken waren. Also wurden die Exemplare, die noch im Keller in einem Karton ihr trauriges Dasein fristeten, inspiziert und mit OXO weiß gewaschen. Alle Flecken verschwanden! Ui, toll! 
Dann stellte ich fest, dass das Nähen von Bettwäsche doch ein etwas aufwändigeres Projekt darstellen würde. 
Gleichzeitig war mir klar, dass ich nach dem Waschen und Mangeln ja nun Unmengen von weißem BW-Stoff und von Leinen zur Verfügung habe, Stoffe, die sich wunderbar bedrucken oder bemalen lassen. Und dazu hatte ich viel mehr Lust!
Also probierte ich erst mal etwas aus. Zwei Vögel sollten es sein, zunächst auf einem Probestück.  Ich malte sie auf einem Stück weißer Baumwolle. Das wurde dann aber gleich so hübsch, dass ich nach einem passenden Stoff in meinem Vorrat suchte und beschloss, sie auf einen Einkaufsbeutel zu nähen. Den hatte ich nach einem Nachmittag fertig. Und nun kann ich ihn Euch zeigen:



Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich wohl in der nächsten Zeit noch mehr Exemplare kreieren werde.

Freitag, 29. September 2017

Taschentuchtäschchen - im Frühjahr war's

Wie ich eben in meiner Bildersammlung entdeckte, gibt es dort kleine Projekte, die ich noch nicht im Blog gepostet habe. Das will ich nun endlich nachholen.

Dieses kleine Taschentuchtäschchen entstand schon zu Beginn dieses Jahres ...

Kleinste Stoffreste in harmonierenden Farben werden nach Lust und Laune zusammengenäht.

So sieht das auf der Rückseite aus.

Das gepatchte Stück wird nun mit einem weißen Stoffmalstift frei bemalt. Dabei werden besondere Vorlieben des Beschenkten bedacht - ein Bücherwurm ist er.

Das Innenfutter, das außen immer als schmaler Streifen hervorlugt, ist in diesem Fall leuchtend grün und setzt sich fröhlich von den Blau- und Türkistönen ab. Hier die Oberseite ...

... und die Unterseite.

Es harmoniert gut mit diesem fröhlichen Täschchen, das seine Mutter bekam.

Sonntag, 27. August 2017

Auch Kleinvieh macht glücklich

Heute wollte ich ein Buntstiftetui nähen. Da ich den Stoff aber aus Versehen zu klein zuschnitt (ich nahm den Brillenetui-Schnitt statt des Buntstiftetui-Schnitts), sollte es heute noch einmal ein Brillenetui werden. Auch dieses Mal ließ ich mich von Spontanideen (ver?)führen.
Wenn Stoffgewebe in ganz einfache Quadrate eingeteilt sind, verlangen sie nach Gestaltung. Also spielte ich zunächst auf einem Probestückchen herum und legte dann gleich los ...

Wie bei einem Schachbrett sollte die Hälfte der Quadrate mit Punkten versehen werden, die andere Hälfte mit einfach grafischen Linien. Dazu verwendete ich den Stoffmalstift Fashion-Liner Textilmalfarbe von MARABU in der Farbe Rot (232).



Angeblich kann man mit dem Stift nur auf hellem Stoff malen, doch kann sich das drei Stunden lang in der Sonne getrocknete und mit dem Bügeleisen auf Stufe drei fixierte Ergebnis durchaus sehen lassen, finde ich.

Hier ist die Farbe gerade eben aufgetragen:



Die Farbe ist getrocknet und fixiert. Dazu habe ich ein mit Thermovlies verstärktes und diagonal durchgestepptes Futter aus meinem rot-schwarzen Recycling-Anorak-Stoff hergestellt. 



Für das Putztuchtäschchen, das sich in dem Etui befinden wird, habe ich schwarzen Stoff aus dem Anorak benutzt und diesen in der Negativfarbe (Rot auf Schwarz) durchgesteppt.


Das fertige Innentäschchen fürs Putztüchlein:



An dieser Stelle wird es aufgenäht:


Das Label wird aufgenäht. Wie ich das mache, zeige ich im nächsten Blogpost.



Das Etui ist fertig, Oberstoff und Futter sind mit dem dazwischenliegenden Reißverschluss zusammengefügt. Das Putztüchlein hat seinen Platz gefunden.




Am Reißverschlusszipper habe ich eine Holzkugel befestigt, was das Anfassen erleichtert und noch ein zusätzliches Schmuckelement darstellt. Auf der anderen Seite bekam das Etui ein kleine Schlaufe zum Greifen beim Zuziehen oder zum Befestigen an einem Karabinerhaken. Die leicht verlaufene Stoffmalfarbe gibt dem Etui einen optischen Anstrich von Fleececharakter. 



Die kleine Etuisammlung bis jetzt:


Auch Kleinvieh macht glücklich!
Hauptsache, es lässt meine Kreativität gedeihen ...

Freitag, 25. August 2017

Noch ein hübsches Etui

Ich bin in Fahrt - in Etuifahrt. Dieses Mal wollte ich aber etwas kreativer sei und den Stoff selbst gestalten. Daher holte ich zu einem schlicht in Grautönen gestreiften Stoff meine Stoffmalstifte hervor. Ich probierte einiges aus. Mit Farben, nur mit Schwarz und Weiß, unterschiedliche Formen. 


Nach einigem Probieren auf einem nicht benötigten Stoffrest hatte ich mich entschieden. Dieses Mal wollte ich es etwas elegant haben. Also wählte ich nur Schwarz und Weiß. Auch bei den Formen beschränkte ich mich auf gerade und schräge Linien und auf Punkte.

Für den unteren Teil des Etuis suchte ich ein graues Stück Alcantara aus. Es soll einen ruhigen Gegenpol bilden. 



Ein zweiter Stoff aus der Stoffmustersammlung gehört zum ersten. Er ist feiner gestreift, aber aus dem gleichen Material gewebt. Das Gewebe ist sehr kräftig - ideal für ein Brillenentui, das ja die Brille schützen soll. Aus diesem zweiten Musterstück nähte ich das Futter, auch das Innentäschchen für das Putztuch. Dieses nähte ich aber so, dass die Streifen im rechten Winkel zu denen des Innenfutters verlaufen.



Der Oberstoff wird von der Rückseite mit Volumenvlies beklebt, der Futterstoff und das Täschchen mit einem steifen Schabrackenvlies.



Ansonsten nähte ich das Etui wie die beiden ersten. Hier sind sie nun alle drei - verspielt und elegant nebeneinander. 



Die andere Seite:



Hier nochmal das Glücksterzett, denn es hat mir den ganzen Tag lang Glücksgefühle bereitet! Am meisten das mittlere Etui - es ist schließlich auf meinem eigenen Kreativkompost gewachsen. (Meins Macht Munter!)