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Sonntag, 4. Februar 2018

Intermezzo - Zickzack total!

Meine "Cognac-Tiger-Tasche" hat ja zwangsläufig Pause. Das Thermolam ist bestellt, wird aber wohl erst in der kommenden Woche eintrudeln. 

So habe ich mich am Wochenende mal mit meinem Nähstübchen befasst. Ich brauche mehr praktischen Stauraum und schaute mich zu dem Zweck mal im schwedischen Möbelhaus um ... nur online erst mal. 

Mein Zuschneidetisch liegt auf zwei Böcken. Was für eine Platzverschwendung! Da kann man doch stattdessen Regalelemente drunterstellen. KALLAX fand ich ziemlich passend. Eines rechts, eins links unter die Zuschneideplatte, und zwar das mit vier Fächern drin. 

Dazwischen könnte - so wie jetzt - der große Wäschekorb stehen, in dem ich Füllmaterial untergebracht habe, das ich z. B. für Handy- oder Tabletkissen brauche. Da der Korb praktische Griffe an den Seiten hat, kann man ihn einfach herausziehen.


Der Vorteil bei den KALLAX-Regalen ist, dass sie vorn und hinten offen sind. Ich kann die Fächer also von beiden Seiten erreichen. Zusätzlich will ich mir auch noch ein paar praktische Einsätze besorgen, um mich von dem Sammelsurium von Pappkartons und Plastikschachteln zu trennen, die bisher alles Beiwerk in sich aufnahmen. Das Kleinteilemagazin, das hinten links auf dem Tisch steht, soll rechts an die Wand, unter dem Tisch sollen in dem Regal auch Nähzeitschriften, Stoffe und Schnitte untergebracht werden, die momentan in vergilbten Ablagekästen auf dem Tisch (ganz links, hinten) liegen.

Der Tisch wird dann in Zukunft frei sein. Ich brauche zum Zuschneiden immer die ganze Tischfläche. Alles, was darauf liegt, stört und macht das Arbeiten stressiger.


So habe ich mir einen Plan gemacht, nicht genäht, dafür aber gestrickt. Und zwar passend zu meiner werdenden Tasche. Hier nur ein erster Eindruck:


Der Schal in Doubleface-Technik (hinten so schön wie vorne) sollte die Farben und Formen der Tasche widerspiegeln. Nach einer Musterprobe und mehrmaligem Ribbeln stand fest, wie der Schal aussehen sollte. Natürlich wird auch noch das dunkle Rostrot mit dem Schwarz kombiniert. 

Ob ich mir danach bei Astrid Schumacher noch einen passenden Hut zaubern lasse? Stoff von der Tasche habe ich ja noch ... und passende Schuhe in Cognac-Braun habe ich sogar auch im Schuhregal ...

Donnerstag, 20. Juli 2017

Nochmal Jeans!

Das zweite Kramtäschchen aus dem Jeanshemd ist fertig.

Dieses Mal habe ich mich für einen kräftigeren Farbkontrast entschieden. Nachdem ich eine unmodern gewordene Popeline-Wendejacke 


zerschnitten habe, aus der ich wegen des großen Schnitts allerhand Stoff erhielt (gleiche Menge in Schwarz und in Rot!), beschloss ich, diesen hochwertigen Stoff als Futter für das Jeanstäschchen zu verwenden. Dazu steppte ich ihn diagonal durch. Für das Innenfutter in "3 cm x 3 cm"-Quadraten, für das kleinen Innentäschchen wählte ich dann das Maß 2 cm.



Hier ist bereits das komplett genähte Täschchen zu sehen, kurz nach seiner "Geburt", dem Umstülpen durch die Wendeöffnung. Ja, das Durchstülpen ist jedes Mal der spannendste Moment beim Nähen einer Tasche. Sitzt alles richtig? Wie sieht die fertige Tasche aus? - Bis jetzt ist immer alles gut gegangen (und das soll es auch weiterhin).



Das fertige Täschchen sieht frisch und lebendig aus. Es passt gut zu Frauen, die gern Jeans tragen und diese mit rotem Beiwerk aufpeppen (Schuhe, Gürtel, T-Shirt ...). Rot in Kombination mit Jeansblau verjüngt!



Das Innenleben:



Noch in trauter Zweisamkeit - das rechte Täschchen wechselte heute den Besitzer:



Ein Sommerfoto im Garten:


Donnerstag, 13. April 2017

Tatütataaaaa!

Ich finde sie ja albern, diese Bezeichnungen, die Ernsthaftes ins Lächerliche ziehen. Denn ernsthaft ist der Anlass wirklich, aus dem ich ein neues kleines Nähprojekt entwickelt habe. 

Es geht um Taschentüchertaschen, von vielen Ta-Tü-Ta genannt. Daher die Post-Überschrift ... nun ja ... ich bin auch oft albern ...

Wie kam ich zu der Idee, mehrere solcher Täschchen zu nähen?

Die Nachbarin einer Mitnäherin aus meiner "Nähstube", in der wir uns wöchentlich treffen, war Witwe geworden und wollte die Krawatten ihres Mannes entsorgen. Ich erwähnte dies bereits in einem früheren Post, in dem ich mein Theatertäschchen vorstellte, in das ich zwei Krawatten "einbaute".

Nun wollte ich dieser Dame ein Dankeschön für die Krawattenspende zukommen lassen und nähte aus einer der Krawatten ein solches Täschchen. Ich stellte mir gerade vor, dass die Dame vielleicht ab und zu mal ein paar Tränen verdrückt, weil sie nun allein ist, als das Telefon klingelte. Das Täschchen war fast fertig ...




Der Anruf brachte mich völlig aus dem Gleichgewicht. Der Sohn ganz lieber Freunde von uns war gestorben und mir fehlten die Worte. Demnächst würden wir sie alle besuchen, die Angehörigen, die alle nah beieinander wohnen. Was mitbringen? Wie würden wir unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen?

Noch ohne Idee ging ich wieder an mein Werk ... das Täschchen fertigstellen. Doch plötzlich wusste ich, was ich mitbringen würde ... für jeden ein Taschentuchtäschchen!

So ging es gleich weiter.

Zuerst fertigte ich nochmal einen Prototyp, denn mir hatte jemand den Tipp gegeben, die voreinander stoßenden Streifen auf der Oberseite doch lieber überlappend zu nähen. So probierte ich das erst mal aus. Das Ergebnis gefällt mir nicht:


Die Streifen, die sich aus dem Innenfutter nach außen stülpen, überlappen sich nur teilweise, sind außerdem schief genäht. Dann habe ich auch noch eine wichtige Steppnaht vergessen zu nähen. Okay, für meinen Eigengebrauch ist das Täschchen okay, aber nicht zum Verschenken.

Ich fertigte ein weiteres Täschchen, bei dem der eine überlappende Streifen etwas breiter werden sollte, um später noch den Namen der/des Beschenkten darauf schreiben zu können. Mit diesem Ergebnis bin ich nun sehr zufrieden. Ein ganz feines Täschchen ...


Dann habe ich heute noch den Stoff für das Täschchen von Elses Mann entworfen. Er züchtet Tiere ... ja, genau diese:


Eine erste Probe ist fertig. Ich habe die Schäfchen auf den Stoff mit Textil-Linern (Rico Design) in Braun gezeichnet. Ja, so gefällt mir der Stoff. Allerdings werde ich die Schäfchen schräg zum Fadenverlauf zeichnen, dann wirkt das Täschchen nicht so streng.

So, nun bin ich müde ... Ostern habe ich Zeit zum Weitertüfteln ...

Sonntag, 5. März 2017

Tuch zur Tasche

Das Tuch - passend zur Tasche - ist fertig!


Dunkelbunt-nordisch ...