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Montag, 25. November 2019

Drei Taschen im gleichen Schnitt

Ja jaaaa jaaaaaaaaa ... ein Blog, in dem nichts Neues passiert, wird irgendwann nicht mehr gelesen. Also los, komm in die Puschen, Nähliese und zeig mal wieder was.

Gestern habe ich eine Verwandte getroffen, die anmerkte, es sei ja gar nichts Neues mehr in meinem Blog zu sehen, obwohl ich doch angedeutet hätte, ich wolle wieder mehr posten - Gruß an HB ;-) .
Ja, Du hast ja recht, aber wenn etwas gepostet werden soll, muss es auch etwas zum Posten geben. Und da die neueste Hochzeit, auf der ich tanze, mal nicht in Blogs landet (Lesen und drüber austauschen - nein, nicht noch ein Blog!), ist es in meinen Blogs etwas dünne geworden.

Was habe ich denn noch nicht gezeigt?

Ah ... diese drei Taschen, von deren Typ ich sogar schon fünf Stück genäht habe:


Die oberste (links) bekam auch meine Freundin von mir, so dass wir jetzt immer verabreden, wer sie gerade trägt, wenn wir irgendwo zusammen auftreten. Aus dem Alter, in dem man mit der Freundin immer dasselbe tragen möchte, ist man ja definitiv raus. So á la Influencerinnenpaar ... äääh hallooo ... ähm ... wir sind dicke Freundinnen ... sieht man doch, nää? ... guckt mal ... wir zwei ... ist das nicht schöön so ... die gleiche Tasche ... und ganz aus Resten selbstgenäht. Aooouuh ... ist das toll, näää?

So, jetzt wieder zur Sache hier:

Die Verschlüsse habe ich aus Lederresten genäht, der graue ist aus Snap Pap (Waschpapier). Das wird nach dem Waschen angeblich etwas knitterig wie Leder, aber wann wasche ich diese Handtaschen wohl mal? Wenn die irgendwann ganz schäbig werden, habe ich noch genug zum Wechseln oder sie sind dann eben auch mal reif für den Müll. Einmal Upcyclenutzung der Stoffe (aus einem Raumausstattungs-Mustersortiment) ist dann ja auch gut.

Samstag, 27. April 2019

Mal ohne Farbe ... eine Handtasche in Kreisform

Ja, ich bin noch da ... und ich habe mir vorgenommen, doch öfter mal wieder etwas zu posten. Gewerkelt habe ich viel in letzter Zeit. Und durch den Verzicht aufs Posten natürlich auch mehr Zeit dafür gehabt. Es war mir einfach nicht so nach öffentlichem Schreiben, aber das, was ich heute fertig bekommen habe, möchte ich doch gern zeigen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und viel Happy-Feeling erzeugt.

Jede Frau braucht eine schöne Tasche ... und eine reicht natürlich nicht. Nicht, wenn man eine Frau ist. Männern reicht ja die eine, die praktisch sein muss und möglichst unauffällig. Aber unsereins? Und dann auch noch, wenn man sie selbst nähen kann? Ich zähle meine Handtaschen nicht mehr ... sie hängen überall. Als Deko. Weil sie schön sind.

Und nun hat sich heute eine neue Tasche dazugesellt. So werde ich sie, wenn das Wetter so kühl bleibt, vermutlich zum ersten Mal ausführen:



Das Happy-Feeling entstand vor allem bei der Stoffauswahl und beim Zusammensetzen. Die Stoffe sind teilweise Reste von Stoffen, die ich mal gekauft habe oder Deko-Stoffmuster, die ich einer lieben Freundin zu verdanken habe. Ich habe bei der Auswahl darauf geachtet, dass die (Nicht-)Farben harmonierten, die Muster waren mir egal. Sie machen ja das Monochrome gerade lebendig.



Das Nähen der Rundungen im Außenstoff und im Futter forderte volle Konzentration. Da es dann aber geklappt hat, war ich noch glücklicher.




Aus dem Leder einer fast geschenkten Lederhose (aus Lammleder) entstand der Quast, der am Reißverschluss baumelt. Die Verbindung zum Reißverschluss besteht aus einem kurzen Stück schnurförmigem Schnürsenkel. Diesen habe ich zunächst mit Zickzackstich auf das Leder genäht und dann erst mit dem Wickeln und Kleben begonnen. So  sitzt er bombenfest.




Auch für den Tragegurt habe ich das Leder der Hose gebraucht, denn ich wollte dieses Material an der Tasche noch einmal wiederholen. Zuerst habe ich einen Gurt aus schwarzem Dekostoff genäht, anschließend das Leder darauf genäht. So wurde der Gurt sehr stabil.

Er ist verstellbar (mit der Leiterschnalle) und an beiden Enden mit einem Karabinerhaken an den D-Ringen der Tasche befestigt. So kann man den Gurt sogar abnehmen. Natürlich fand auch mein Label wieder einen passenden Platz.





Das cremeweiße Innenfutter stammt aus dem Musterfundus meiner Freundin. Ich habe ein kleines Reißverschlusstäschchen für Lippenstift & Co. eingebaut.




Noch ein paar letzte Eindrücke - Vorder- und Rückseite der Tasche sind fast gleich, ich habe sie nur von einer Seite fotografiert, wie mir gerade auffällt:





Eine Anleitung zu dieser Tasche ist zu finden in dem Heft 74/2019 aus der Reihe:


Derzeit z. B. hier erhältlich. Auch sonst ist das Heft recht ergiebig, finde ich.

Mittwoch, 12. September 2018

Die Pfirsiche sind reif!

Ja, tatsächlich ... die Pfirsiche im Nachbargarten sind reif. Es scheint sie niemand zu mögen, denn sie hängen traurig an einem noch kleinen Bäumchen, haben mit ihrem Gewicht schon einen Zweig zu Boden gezogen, aber sie haben genau so schöne rote Bäckchen wie die Pfirsiche auf der neuesten Tasche.

Eine Foldover-Tasche wurde heute fertig, sie hat den gleichen Schnitt wie diese:

 

Das neue Exemplar entstand, als eine Bekannte mir erzählte, sie habe eine alte grüne Lederjacke, die sie schon fast entsorgt hätte, da sie ihr zu groß sei. Als sie die schwarzbraune Tasche sah, fragte sie mich, ob ich ihr aus der Lederjacke nicht auch so eine Tasche nähen könne. Also ging's wieder in mein Stofflager und ich machte ihr einen Vorschlag. Sie war gleich begeistert, daher legte ich gleich los. Das Ergebnis: 

Vorderseite

Rückseite mit eingebautem Reißverschlussfach

Wenn man den Faltteil anders herüberlegt,
bekommt man eine Vorderseite in anderem Design -
hier die Pfirsichblüten

Und auch die Rückseite sieht dann anders aus

Hochgeklappt - so kann man in die Tasche bei Bedarf
z. B. noch eine Jacke stecken

Die Außenreißverschlusstasche ist solide mit einem schwarzen Futterbeutel unterlegt

Auch innen kann man hinter einem Reißverschluss Sachen sicher unterbringen
und die gesamte Tasche wird oben mit einem Reißverschluss gegen Langfinger gesichert

Die Pfirsiche sind reif!
Bei dem Stoff handelt es sich um einen hochwertigen Dekostoff. Gurt und Ringe stammen von einem alten Taillengürtel, auf den ich einen langen Lederstreifen aus der Jacke nähte. So wurde er dem Taschendesign angepasst.

Samstag, 7. Juli 2018

Handtasche "Federblau" und weitere Planung

Wie ich schon erwähnte, hat mir die Handtasche in Beerentönen so viel Spaß gemacht, dass ich gleich eine zweite begonnen habe. Mit dem Federstoff flirte ich schon lange. Er ist das Geschenk einer ehemaligen Kollegin.


Die Tasche, deren Korpus ich aus kräftigen Polsterstoffen genäht habe, wurde mit einem edlen Taftfutter ausgestattet, das ich diagonal gesteppt habe. Natürlich musste wieder das Reißverschlusstäschchen ins Innere. Dieses Mal habe ich keinen Rand an die Oberkante genäht, sondern ich habe Futter und Oberstoff rechts auf rechts zusammengenäht und die Tasche anschließend gewendet.


Die Beschläge habe ich auf Lederreste aufgearbeitet. Das gibt der Tasche einen noch wertvolleren Charakter.



Da meine 50 Labels gerade aufgebraucht waren, musste ich ein letztes aus der ersten Serie verarbeiten. Der Name stimmt, aber die Spirale ist nur aus der Not geboren, dass Dortex nichts Passenderes anbot. Inzwischen lade ich mein selbst entworfenes Label als Bilddatei bei Dortex hoch. Dieses Mal habe ich gleich 100 Stück bestellt, dadurch wird das einzelne Label gleich um rund 30 Cent billiger (statt 1,20 € nun 0,90 €). 



Auch der Tragegurt ist mit einem D-Ring an einem Lederstück befestigt.


Blau mag Grün:


Und die zwei mögen sich auch:



Die nächste Tasche ist schon in der Mache - derselbe Schnitt, ein ganz anderer Charakter!



Den Klappenstoff und den Futterstoff habe ich im letzten Jahr in Norwegen gekauft. Ich hatte mich sofort verliebt ... das wird was ganz Feines!

Beerentöne laufen aus ...


Im Beeren- und Kirschenmonat Juni entstand wenigstens eine Tasche in passenden Farben. Es handelt sich um eine kleine Handtasche mit Steckschloss, ein Modell, das ich inzwischen bereits zum dritten Mal in Arbeit habe. 

Wie ich in meinem Bilderordner sah, ist ja noch einiges zu zeigen.

Heute aber passend zum Monatsabschluss nur die Tasche in Beerentönen ...


Das beerige Lila kommt in dem karierten Stoff vor, außerdem verschiedene Blau- und Türkis-Töne. Dazu passten die beiden Walkstoffreste in Lila und Dunkelblau. Für den Korpus der Tasche wählte ich den Walkstoff, denn er ist schön kräftig und gibt der Tasche einen guten Stand. 

Zum ersten Mal habe ich für eine Tasche ein Steckschloss verwendet. Es ist sehr einfach anzubringen, kostet allerdings ca. 3,50 €. 



Den Gurt fertigte ich aus einem farblich passenden Polsterstoff. In ihm wiederholt sich das Karierte des Klappenstoffes. Der Korpus wurde diagonal gesteppt. Damit wird zugleich die Verstärkung aus Decovil light befestigt, das vorher allerdings aufgebügelt wurde. Es wird ohne Nahtzugabe auf den Grundstoff aufgebügelt, daher kann es sich lösen, weil ja das Material beim Zusammennähen nicht mitgefasst wird. Das Decovil gibt der Tasche einen guten Stand. Die Klappe habe ich nur mit Volumenvlies verstärkt, denn sie soll sich ja flexibel über die Öffnung legen.

Die Steckschlosshalterung und die Gurthalterungen an den Seiten bestehen aus doppelt gelegtem SnapPap, einer Mischung aus Kunststoff und Pappe.


Aus einer alten karierten Tischdecke entstand das Innenfutter. Ein großes Reißverschlussfach sichert Geld und Papiere vor Langfingern.


Die letzten Spierenblüten dienen als Deko:



Der Juni ist schon seit einer Woche überschritten, aber das neue Moodboard mit neuen Arbeiten wartet auf seinen Platz. Bis bald!