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Donnerstag, 16. November 2017

Macht Spaß und ist gefragt

Old Style für moderne Technik scheint gefragt zu sein. Diese Erfahrung machte ich am vergangenen Wochenende, als ich zum ersten Mal mit meinen Werken an einer Kreativ-Ausstellung teilnahm. Was vor allem Interesse fand, waren selbstgestrickte Socken (ein Klassiker, der immer gut geht), Stricktücher in ansprechendem Design und Beiwerk zu Handy, Tablet und Co..

Haben Sie auch Handyhüllen? fragte mich eine Besucherin der Ausstellung. Genäht oder gestrickt? wollte ich wissen. Egal, sagte sie.

Nein, Handyhüllen hatte ich keine, nur ein Handysitzkissen. Und das war - ratzfatz - weg. Ein Ehepaar drehte die Ausstellungsrunde zum zweiten Mal. Wo ist denn das Handykissen? fragte die Frau. Ihr Mann hatte es kaufen wollen, doch nun war es schon verkauft. Soll ich noch eins nähen? fragte ich und bekam sofort einen Auftrag. 

Nun hatte ich leider schon vergessen, wie es ging und mir auch keine Aufzeichnungen gemacht. Also musste ich nochmal von vorne anfangen.

Heute Morgen nähte ich einen Prototyp, bevor ich mich an den Auftrag begab. Der sollte nämlich aus einem besonderen Stoff gefertigt werden. Momentchen ... später erst mehr dazu ... zunächst der Prototyp. Es war schon der zweite, da ich den ersten noch optimieren musste. Das Handy rutschte nämlich dauernd von seinem Sitzkissen. Also wurde der Sitzwulst vergrößert. 

Hier das fürs Handy sehr bequeme Sitzmöbel:



Dieses Sitzkissen wird nun meinem Handy als Stütze dienen. Der Stoff gefällt mir sehr gut und da ich auch oft am Tisch sitze und mit dem Handy etwas im Internet nachschlage, wenn ich z. B. ein Buch lese und etwas noch vertiefen möchte, kann ich das Kissen gut gebrauchen. Sehr nützlich, so ein Teil! Das Handy liegt nicht flach auf dem Tisch, man verrenkt sich nicht den Hals beim Lesen.


Doch nun zu meinem Auftrag. Ein blauer Stoff sollte es sein. Am besten friesisch. Ich wühlte in meinen Stoffvorräten. Friesisches ... hm ... 

Da fiel mir ein besticktes Stück Stoff in die Hände, eines aus einer ganzen Kiste alter Stoffe, Tischdecken, Plüschs und Tülls. Manches davon erinnerte mich an meine Kindheit, denn es lag bei meiner Tante auf dem Küchentisch oder auf dem Couchtisch. Die Kiste hatte mir meine Cousine geschenkt. "Guck mal, was du davon gebrauchen kannst. Den Rest kannst du einfach entsorgen."

Es ist immer wieder spannend, was sich aus solchen Dingen eines Tages entwickeln kann. Eine Geschichte steht ja noch aus - sie wird Thema des nächsten Posts sein (liebe TV!).

Das in wunderschönen Blautönen in Kreuzstich bestickte Stoffstück hatte wirklich etwas Friesisches. In meinem Herzen fragte ich meine Tante-selig, die es liebevoll bestickt hatte: Bist du einverstanden, dass ich dein wunderschönes Machwerk dem Zeitgeist anpasse? Ich spürte dort keine Widergefühle, im Gegenteil, mein Herz hüpfte vor Freude, als ich mir ein kleines Sitzkissen aus diesem Stoff vorstellte. Entsprechend harmonisch verlief auch dessen Herstellung.

Und hier ist nun das Ergebnis:






Die Auftraggeber haben es bereits auf diesen Fotos gesehen ... es gefällt! Und ich freue mich (mit Tante-im-Herzen).

Sonntag, 20. August 2017

Entdeckt - Anleitung für ein Handykissen

Bevor ich mir eine Anleitung aus den Tasten hämmere, dachte ich mir, schaue ich mal im Internet nach. Vermutlich hat das schon jemand vor mir erklärt. Und ich wurde fündig:

Handmade mit Enie - Lesekissen nähen

Nach dieser Anleitung machte ich einen zweiten Anlauf und - schwupps - war das Kissen fertig. Zuerst nochmal ein Blick auf das erste, von mir selbst erdachte:


Es ist schwer, mit Sand gefüllt, der sich sehr gleichmäßig verteilt.

Das Kissen, das ich nach der Internetanleitung genäht habe, ist mit Bastelwatte gefüllt. Dadurch ist es leicht, aber die Füllung ist nicht so schön regelmäßig hinzubekommen. Vielleicht sollte man es mal mit Körnern versuchen, die sich besser in dem Kissen verteilen lassen. Seinen Zweck erfüllt das zweite Kissen ebenso gut.


Das Handy steht etwas steiler, weil das Kissen eine Standrille hat.


Mir gefallen beide Varianten. Ich werde noch mehr davon nähen ...


Prototyp - ein Handykissen

Manchmal lese ich nach dem Frühstück zur letzten Tasse Tee am Tisch ein Buch oder eine Zeitschrift. Dabei ist immer wieder mal etwas nachzuschlagen, was ich dann im Internet per Handy nachforsche. Doch das Handy liegt dann flach auf dem Tisch. Dumme Sache ...

So kam ich auf die Idee, meinem Handy ein Kissen zu nähen, auf dem es schräg liegen kann. Ich hatte mal so etwas gesehen und strengte mein Vorstellungsvermögen an. Hier ist er nun - der Prototyp:




Der Stoff stammt aus einer Stoffmustersammlug, die ich gestern geschenkt bekam. 

Was mir noch nicht gefällt:

Die Füllung aus feinem Sand dürfte etwas praller sein, was das Nähen allerdings zu einer ziemlich kniffligen Angelegenheit macht (wenn man alles mit Maschine nähen will).

Am hinteren Ende sollte nur eine Naht sein (möglicherweise doch lieber von Hand zugenäht). Die zweite entstand nur, weil das Säckchen zu schlaff gefüllt war, ich es aber nicht noch einmal öffnen wollte.

Ich werde bald ein zweites Säckchen nähen und dann auch mit Fotos beschreiben, wie ich vorgegangen bin (mit Maßangaben).

Ein Tipp vorweg:
Die kurze Naht, auf der das Handy liegt, ist an beiden Seiten nicht ganz durchgenäht. So kann der Sand auch in den unteren Teil des Kissens gefüllt werden. Das werde ich aber noch optimieren.

Der Prototyp ist auf jeden Fall schon verwendbar, wie man hier sieht: